Sonntag, 1. November 2009

Oktober 2009 Central America: Woche 1

Nun habe ich eine Woche meiner Reise durch Zentralamerika hinter mir. Es ist Freitagabend, der 30. Oktober und vor ein paar Stunden bin ich hier am Lago (See) Atitlan angekommen. Es ist ein angenehmer Ort da es infolge Tourismus eine ziemlich gute Infrastruktur hat. Ich habe ein schoenes Hotel gefunden mit eigenem Bad (hier in Guatemala keine Selbstverstaendlichkeit) fuer nur 14 CHF. Morgen gehe ich wahrscheinlich mit dem Schiff die umliegenden Doerfer besuchen.

Die Gegend hier ist sehr traditionell Indio und erinnert mich von den Leuten etwas an das Hochland von Peru. Die Frauen tragen schoene gewobene Gewaender und verkaufen auch viel Kunsthandwerk. Es ist ein farbenfrohes Bild! Gestartet bin ich ja in Miami, wo ich die erste Nacht verbracht habe. Den Abend verbrachte ich mit 2 kubanischen Freunden, die in unserer Gruppe bei der Chinareise waren. Sie haben mich in ein kubanisches Lokal ausgefuehrt und es war schoen, das latinische Temperament das erste Mal zu spueren. Am naechsten Tag ging es weiter nach Belize City. Die Leute dort sind sehr dunkelhaeutig. Ich fuhr gleich weiter mit dem Schiff auf die Insel Caye Caulker. Der Ort ist sehr klein und meist nur von Backpackers besucht. Am naechsten Tag bin ich abgetaucht. Bei 2 langen Tauchgaengen und einer Schnorchelgang habe ich wunderschoene verschiedenartige Korallen und viele grosse Fische gesehen. Selten habe ich zuvor ein einem Tauchgang Haie, Sting Rays, Barracudas und Turtles gesehen. Es war fantastisch und wir waren nur zu dritt, was das Tauchen angenehmer macht.

Am naechsten Tag ging es dann schon wieder weiter nach Flores/ Guatemala. Die Reise erfolgte in einem komfortablen Bus mit nur Backpackers und dauerte ca. 5 Stunden. Gautemala machte auf mich schon an der Grenze einen guten Eindruck. Die Leute sind sehr freundlich. Flores ist wunderschoen gelegen, es ist praktisch eine Halbinsel in einem See und zu Fuss gut erschlossen. Mein Zimmer hatte Seesicht. Von Flores ging es am naechsten Tag sehr frueh (4.30) auf einen Tagesausflug nach Tikal, die sehr beruehmte Maya Tempelstadt mitten im Dschungel. Wir waren auch eine Gruppe von Backpackers und hatten einen Fuehrer. Die Tempelanlage ist wirklich sehenswert, auch wenn man schon andere Tempel in Mexiko gesehen hat.Noch am gleichen Abend ging dann die Reise mit einem Nachtbus weiter nach Guatemala City und dann gleich weiter nach Antigua, der ehemaligen Hauptstadt von Guatemala. Durch ein Erdbeben wurden grosse Teile dieser Stadt zerstoert und heute findet man nur mehr ein oder zweistoeckige Haeuser. Die Strassen sind alle aus Steinen gebaut und rechteckig angelegt. Ich genoss es in den Strassen zu flanieren. Antigua hat sehr viele Spanisch Sprachschulen. Trotz einer Nacht im Bus fuehlte ich mich genug fit, schon am Nachmittag auf eine weitere Tour zu gehen. Der noch aktive Vulkan Pacaya war das Ziel. In einer Gruppe von 6 Leuten ging es mit dem Minibus etwa 1 1/2 Stunden wieder eher Richtung Guatemala City. Am Fusse des Vulkans standen Pferde bereit. Die 3 Girls in unserer Gruppe waehlten diesen bequemeren Weg. Ich und die zwei Chicos entschieden uns fuer den Aufstieg. Begleitet wurden wir von einem lokalen Fuehrer, der nur spanisch sprach. Meine zwei Begleiter legten ein horrendes Tempo vor, bei dem ich Muehe hatte zu folgen. Hinter mir war immer ein kleiner Junge mit einem Pferd ohne Reiter und "jagte"mich zusaetzlich. Dabei fragte er mich immer wenn es besonders steil war: "Amigo, Caballio?" Doch ich blieb hart, habe ich doch nicht vergebens den ganzen Sommer gejoggt! Die Aussicht am Berg war fantastisch, man sah perfekte konische Vulkane. Der Marsch war zuerst im Wald, dann im Lava Sand und am Schluss auf Lava Steinen. Es wurde immer waermer vom Boden her und am Schluss mussten auch die Reiter zu Fuss gehen. Von weitem sahen wir schon die gluehende Lava.Am Schluss waren wir ca. 5 m vom Austritt aus der Erde entfernt und sahen die gluehende Lava den Berg hinunter fliessen. Ein unvergesslicher Anblick! Es roch von verbranntem Gummi von unsern Schuhen. Mittlerweile dunkelte es ein und die Glut sah noch intensiver orange aus. Nun folgte ein Abstieg von etwa einer Stunde in Dunkelheit. So gegen 9 Uhr erreichten wir Antigua wieder. Ja und heute um 13.30 fuhr ich nach Panajachel, wo ich mich jetzt befinde.

Leider konnte ich mein Spanisch noch nicht so stark vertiefen - ich hatte irgendwie nie Zeit. Anderseits ist ein dichtes Programm natuerlich gut, wenn man alleine reist. So ist immer etwas los.Ich bin ueber Yahoo Messenger und Skype auch immer mit Jonah in Kontakt. Das iPhone leistet da hervorragende Dienste und fast in jedem Hostel hat es Wireless Internet. So kann ich mit dem iPhone online gehen. Das Skype funktioniert mit dem iPhone so gut, dass man kostenlos von Guatemala nach den Philippinen telefoniern kann - fantastisch!

So viel von meiner ersten Reisewoche. Ich wuensche euch ein schoenes Wochenende.

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